Gründe, um Poker zu spielen
Gesellschaftliches Beisammensein. Das ist mit einer der Hauptgründe, um Poker zu spielen, zumindest zu Hause unter Freunden. Im Grunde ist Poker nur eine andere Form von Schafkopf oder Skat, dafür aber deutlich spannender und aufregender. Wenn man aus diesem Grund Poker spielen möchte, sollte man auf jeden Fall um sehr niedrige Einsätze spielen.
Unterhaltung. Da Poker ein Konkurrenzspiel ist, muss man mit Geschick und einer Portion Glück spielen, damit man gewinnen kann. Einige scheuen den Vergleich zwischen Poker und Sport nicht, denn beim Poker kann man sich direkt mit anderen Spielern messen. Vorsicht ist allerdings geboten, denn beim Poker kann man nicht nur Geld gewinnen, sondern auch verlieren.
Bildung. Um ein wirklich guter Pokerspieler zu werden, benötigt man außer Geschick weitere Fertigkeiten, welche auch im Alltag äußerst nützlich sein können. Indem man Poker spielt, lernt man andere Menschen besser einzuschätzen und gleichzeitig wird das logische und strategische Denken trainiert.
Schlüsselfertigkeiten
Am Anfang war die Mathematik. Entgegen der landläufigen Meinung ist Poker kein reines Glückspiel, sondern hat sehr viel mit Mathematik zu tun. Sie ist eine Schlüsselfertigkeit, die es zu beherrschen gilt, um gewinnen zu können. Man muss z. B. die richtigen Prozentsätze ausrechnen können, um zu wissen, wann man am besten weiter bietet oder doch lieber aussteigt.
Als Nächstes steht die Disziplin auf dem Programm der Schlüsselfertigkeiten. Disziplin ist absolut essenziell, um beim Poker langfristig als Gewinner vom Tisch zu gehen. Man darf sich nicht seinen Emotionen hingeben oder anderen die Chance bieten, aus dem eigenen Verhalten die Blattstärke der Hand preiszugeben. Gute Pokerspieler können andere Spieler lesen, die weniger diszipliniert spielen und schlagen mit ziemlicher Sicherheit Kapital daraus.
Dann steht da noch die Psychologie zur Debatte. Ein guter Pokerspieler manipuliert seine Gegner, um diese genau so spielen zu lassen, wie man es möchte. Das ist, zugegebenermaßen, nicht gerade einfach, aber es ist erlernbar und es ist ein absolutes MUSS, sich die verschiedenen psychologischen Komponenten anzueignen, um ein wirklich guter Pokerspieler zu werden. Bei No Limit-Spielen ist diese Komponente sogar noch deutlich wichtiger als bei Limit-Spielen, bei denen es mehr auf Mathematik ankommt.
Als letzten Pfeiler der Schlüsselfertigkeiten sollte man immer Risiko und Rendite abwägen, egal wie es gerade steht. Der größte Fehler ist, sein Geld sinnlos in den Pot zu werfen, nur weil man gerade eine “Glückssträhne” hat oder Ähnliches. Die ist schon mit der nächsten Runde wieder vorbei. Dabei greift hier ein Zahnrad in das andere. Um nicht vom Glück abhängig zu sein, muss man diszipliniert, mathematisch auf dem aktuellen Stand und psychologisch stabil sein.
Wie viel Geld sollte man bereit sein, zu investieren?
Einige werden nun sagen “So viel wie man erübrigen kann”. Das ist SO nicht richtig. Sicherlich, man soll nur so viel Geld einsetzen, wie man auch bereit ist, zu verlieren. Aber um vernünftig Poker spielen zu können, benötigt man ein vernünftiges Bankroll. Das bedeutet, man sollte einen Chipstack an den Tisch bringen können, der mindestens 300-400x dem Big Blind entspricht. Wenn man sich fragt, warum, ist das leicht zu erklären: Man kann entspannt spielen und macht sich keine Sorgen darüber, dass man nur noch 3 Blinds durchhalten kann und dann vom Tisch ausgeschlossen wird, weil das Geld alle ist. So wird man Fehler machen, weil man zwingend auf einen baldigen Gewinn angewiesen ist.
Echtgeld oder lieber Spielgeld?
Diese sehr einfache Frage ist durchaus von strategischer Bedeutung. Wenn man Anfänger ist, bietet es sich an, eine ganze Zeit lang nur um Spielgeld zu spielen. Dabei muss man aber so spielen, als wären es die eigenen Dollars, die man durch Unachtsamkeit verliert. Wenn man ein wenig Turnierluft schnuppern möchte, bieten sich die vielen Freeroll-Turniere in den meisten großen Pokerräumen an.














