Wenn man Texas Hold’em spielen möchte, dann kommt man um die Befolgung verschiedener Strategien nicht herum. Poker ist ein Spiel, dass nur von denkenden Menschen wirklich gut und professionell gespielt werden kann. Man kann jedem Menschen, der diesen Artikel liest, bereits Denkvermögen unterstellen, denn man hat sich bereits Gedanken über das Pokerspielen gemacht und sucht nach Informationen, um sein Pokerspiel zu verbessern. Das ist der erste richtige Schritt zum Erlernen der diversen Pokerstrategien und damit auch der Weg, sein eigenes Pokerspiel deutlich zu verbessern. Die erste wichtige Grundlageninformation ist, dass Texas Hold’em kein Pre-Flop-Spiel, sondern ein Post-Flop-Spiel ist. Man gewinnt beim Texas Hold’em zwar auch Pre-Flop, aber die großen Pots findet man in der Regel nur im Post-Flop.
Die Starthände und was man beachten sollte
Grundsätzlich sollte man beim Texas Hold’em den sogenannten “Hole Cards” eine große, wenn auch keine zu große, Bedeutung zugestehen. Keinesfalls sollte man mit Starthänden spielen, die kaum oder keine Gewinnchancen bieten. Das schlechtest-mögliche Blatt beim Poker ist die Starthandkombination Zwei/Sieben. Warum – ist einfach erklärt. Es ist kein Paar, und selbst wenn man bis zum River durchspielt, hat man keine Chance, einen Straight zu erreichen. Die einzige Chance, mit dieser Starthand überhaupt etwas gewinnen zu können, ist, wenn diese Zwei/Sieben Kombination aus einer Farbe wie beispielsweise Herz besteht. Dann könnte man noch einen Flush erreichen, allerdings ist die Chance dazu eher als gering einzustufen. Selbst eine Starthand, bestehend aus As/Zwei sollte in der Regel gefoldet werden. Bei vielen Anfängern sieht man, dass jede Vernunft ausgeschaltet wird, sobald ein As in der Hand auftaucht. Die genannte Kombination ist allenfalls im späteren Heads up, zum Beispiel bei Turnieren, eine starke Hand. Gespielt werden sollten auf jeden Fall Pocket Pairs ab zehn/zehn bis As/As. Die Gewinnchancen stehen hier am höchsten und bieten zumindest eine relativ große Chance, die Runde zu gewinnen.
Weitere Komponenten
Neben dem Wissen um gute bzw. schlechte Starthände gibt es noch einige andere Faktoren, die beim Poker einfließen und denen man Beachtung schenken muss, um langfristig gewinnen zu können. Zuerst kommt die Disziplin. Ohne Disziplin wird man für Gegner leicht lesbar und wird damit mittelfristig zu den Verlierern am Tisch gehören. Viele halten sich für sehr diszipliniert, vergessen aber jede Strategie, wenn sie mal mehrere Runden für sich entscheiden konnten oder aber mehrere Runden nur verloren haben. Wenn dem so ist, kann man, wenn man ehrlich gegenüber sich selbst ist, nur zugeben, dass man eben undiszipliniert ist.
Der psychologische Aspekt wird ebenfalls gerne ignoriert, ist aber speziell im Live-Poker mit die wichtigste Komponente beim Poker. Man muss zwingend lernen, seine Gegner und damit deren Hände lesen zu können. Bemerkt man beispielsweise bei einem Gegner ein Zucken der Augenbrauen und verfolgt dann deren Spiel, weiß man beim nächsten Mal, wenn man dieses Zucken bemerkt, was der Gegner vermutlich in der Hand hält. Wie das geht? Man verfolgt den Spielablauf und hat der Gegner eine starke Hand gehabt, wird das beim nächsten Mal genauso sein. Verliert er bzw. entlarvt man einen Bluff, wird auch das beim nächsten Zucken so sein, zumindest mit allergrößter Wahrscheinlichkeit.
Die mathematischen Grundlagen beim Texas Hold’em werden zu gerne vernachlässigt. Wer beschäftigt sich schon gerne mit Mathe, wenn man doch eigentlich nur Poker spielen möchte, um seinen Geldbeutel etwas aufzufüllen? Wer so an Texas Hold’em bzw. überhaupt an Poker herangeht, wird nicht gewinnen. Natürlich ist es am Anfang schwer, Pot Odds und Implied Odds zu kalkulieren. Wahrscheinlichkeitsrechnung ist anstrengend, wenn man keine Routine darin hat. Und genau darum geht es. Wer sich um solch essenziellen Dinge nicht kümmert, wird auf jeden Fall ein schlechter Spieler sein und zum “Fisch” degradiert, auf den sich die Spieler, welche man “Haie” nennt, stürzen werden, denn diese nutzen die mathematischen Regeln zu ihrem eigenen Vorteil.














